Reif für die Inseln
Alles beginnt in Antigua: Die ehemalige britische Kronkolonie ist in nur zehn Stunden von London aus direkt erreichbar. Der berühmte Captain Nelson hat die Insel maßgeblich geprägt - die alten Hafenanlagen (Nelson´s Dockyard) sind heute Weltkulturerbe. Am besten wirft man von den „Shirley Heights“ einige Hundert Meter darüber einen Blick auf die ganze Insel: Perfekt für den Sonnenuntergang und ein paar kühle Drinks danach bei coolen Rhythmen der fantastischen Live-Bands.
St. Lucia
Nach einer gemütlichen Inselrundfahrt von Beach zu Beach geht´s am nächsten Abend per Kleinflugzeug aufs weltberühmte St. Lucia. Palmenidylle pur, wahnsinnig schöne Buchten, und eines der meistpublizierten Fotomotive der Karibik: die schroffen regenwaldumwucherten Gipfel des Doppelvulkans „Piton“. Wie aus dem Piratenfilm!
Es geht abermals weiter: Zwei Nächte später setzt die vierköpfige „Crew“ auf Trinidad auf. Die Insel mit ihren unglaublichen Erdgasreserven ist nicht nur ein musikalisches Highlight, sondern beliebtes Ziel für Auswanderer und Weltumsegler. Mit Exil-Österreicher Bernhard erkunden wir die Nachbarinsel Tobago (wo der weitgereiste National Geographic Fotograf nunmehr lebt), und besuchen im Anschluss den 75jährigen Grazer Weltumsegler Heinz Faschingleitner. Dieser treibt sich seit 15 Jahren auf den Meeren der Welt herum, er liegt hier bereits seit einigen Monaten auf Anker, um seine 50-Fuss-Yacht generalzuüberholen. In Kürze wird er sie allerdings verkaufen, um auf das „geruhsamere“ Leben in einem Wohnmobil umzusteigen. Sein Rumpunsch-Rezept ist legendär!
Jamaica
Einige Tage danach erwartet uns in Jamaika wiederum eine völlig neue Welt: Kingston ist eine Hauptstadt zwischen Slums und Millionären. Zu unserer Verblüffung gibt statt Reggae klassische Dancefloor-Musik den Ton an. Ersteren gibt´s aber nach wie vor in voller Authentizität - je weiter weg von der Großstadt desto besser. Nach einer langen Inselumrundung ist der 11 Kilometer lange Strand von Negril - gleichzeitig Partyhochburg der Insel - angesagt. Dort wird am Abend in den Open-Air-Discos am Meer und im Sand abgetanzt. Ein Gläschen Rum dazu kann nicht schaden.
Die an Miami erinnernden Cayman Islands sind mehr Stopover als Pflichtbesuch, ehe wir eine 180-Grad-Wende vollführen und uns ins legendäre Havanna begeben. Von einer Stunde auf die andere ändert sich nochmals alles: die Sprache (nunmehr Spanisch), die Musik (jetzt Salsa und Reggaeton) und natürlich das gesamte Lebensumfeld. Die Nachfolger des guten Fidel halten nach wie vor die Zügel fest in den Händen, nach dem spektakulären arabischen Revolutionsjahr fragt man sich, wie lange das hier noch gut gehen kann. Trotzdem: Havanna erfüllt alle Klischees. Da sind sie, die alten amerikanischen Straßenkreuzer aus den 50er Jahren, die noch immer das Stadtbild prägen; die Mojitos schmecken in der überteuerten Hemingway-Bar La Bodeguita ebenso wie in den einfachen Lokalen nebenan: so wie sie einfach schmecken sollen. Ja und die Musik und das Feeling: Das gibt es wahrscheinlich nirgendwo sonst auf dieser Welt. Ein würdiger Abschluss eines allumfassenden Karibiktörns. Und ach ja: Wir kommen wieder…
TIPP
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Info: www.elmundo.at














