Der Lärm, den wir lieben
Der Leidensweg hat ein Ende, der Red-Bull Ring ist wiederauferstanden.
Gespannt blicken die Menschen zum Himmel empor. Sie fragen sich, ob Wolken und Regen bald dem Sonnenschein weichen würden. Aber auch, ob er, der Große, aus den Lüften herabsteigen wird, um die Region zu retten. Und Dietrich Mateschitz steigt herab, um den Red Bull Ring, das Projekt Spielberg zu eröffnen. Nomen est omen - der Name ist Programm, und die Spiele sind eröffnet.
Red Bull: Der Name ist Programm
Auch wenn Dietrich Mateschitz kein Retter ist: Er ist ein brillanter Unternehmer, und die Region tut gut daran, sich mit ihm zusammen zu tun. Das Projekt Spielberg ist ein Lebenszentrum im Aichfeld, das der Wirtschaft auf die Sprünge helfen wird, und der rote Bulle ist so kräftig, dass er ganze Landstriche mit nach oben ziehen kann. Und unserem Selbstvertrauen verleiht Red Bull Flügel, und alleine das ist schon viel Wert. Wenn Niki Lauda öffentlich behaupten kann, dass die Steiermark „ohne den Ring tot wäre“, ohne niedergebuht zu werden, beweist das sehr deutlich, dass wir so einen Schub dringend brauchen können.
Donnergrollen überm Aichfeld
Doch auch nachdem Dietrich Mateschitz mit seiner Douglas DC-6 gelandet ist, hört das Donnergrollen über Spielberg nicht auf, ganz im Gegenteil - jedes Teil, das mit dem Ring in Berührung kommt, scheint noch lauter zu sein als das andere. Red Bull-Wagen aus der Nascar-Serie, aus Le Mans, Porsche GTS und klassische Formel 1-Fahrzeuge umrunden den Ring. In der Ausstellung sind nicht weniger als 140 Boliden. Dazu ein Legenden-Rennen mit hochkarätiger Besetzung, eine Air-Show mit Eurofighter, Hubschrauber, dazu zahlreiche Motorsporteinlagen. Ein ganz spektakulärer Tag.
Bernie überlegt es sich
Der Red Bull-Ring zieht natürlich auch die Prominenz an, sogar Formel 1-Boss Bernie Ecclestone ist hier. Wir reden kurz mit ihm, fragen ihn, ob die Formel 1 nach Spielberg zurückkehren wird. „Let’s see, let’s see“ sagt er, „Schauen wir mal“. Diese Entscheidung hat Zeit.
Am Ende des Tages zeigt Sebastian Vettel in seinem Weltmeisterwagen ohnehin ganz klar auf, wo der Bartl den Most holt und wer am Ring der Hausherr ist. Fühl dich wie zu Hause, Sebastian! Von uns aus darfst du soviel Lärm machen, wie du willst. Denn der Lärm vom Spiel-Berg ist der Lärm, den wir lieben.















