GärtnerTipp von Gärtnermeister & Landschaftsgestalter Karl Klingsbichl
Gärtnermeister & Landschaftsgestalter Karl Klingsbichl
Das Hochbeet
Durch seinen besonderen Aufbau kann mehr Wärme gespeichert werden und somit ein früherer und mehr Ertrag erzielt werden. Um das Sonnenlicht optimal ausnutzen zu können, sollte das Hochbeet in Nord-Süd-Richtung angelegt werden.
Die Breite richtet sich nach der Armlänge des Benutzers, die Länge nach dem vorhandenen Platz. Bei der Auswahl der Hölzer ist die längere Haltbarkeit das wichtigste Kriterium wie bei Lärchenrundholz. Gegen Wühlmäuse legt man den Boden mit einem engmaschigen Drahtgitter aus. Eine Auskleidung mit Plastikfolie erhöht die Haltbarkeit des Holzes und verhindert die Ausdunstung. Der innere Kern wird mit Ästen und Zweigen gebaut, ganz und gehäckselt. Nun werden die vorher abgehobenen Grassoden verkehrt aufgelegt. Danach folgt eine ca. 30cm dicke Laubschicht. Darauf kommt eine ca. 15cm dicke Schicht aus Grobkompost, den Abschluss bildet eine 25cm dicke Schicht aus Feinkompost und Gartenerde, beides am besten von professionellen Anbietern von Kompost. Zwischen den einzelnen Schichten wird etwas Urgesteinsmehl gestreut. Bei der Bepflanzung hält man sich an die Regeln der Mischkultur. In den ersten beiden Jahren dürfen nur Starkzehrer wie Tomaten, Kohl, Sellerie, Gurken und Zucchini angebaut werden.

