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Gartentipp von Ing. Werner Brunner

Mulchen = „Biotex“

Endlich ist der Frühling da, und wir alle können Bewegung und Sport bei angenehmen
Temperaturen im Freien genießen. Wetterfeste, atmungsaktive Funktionskleidung
- Stichwort: Goretex - sind dabei schon längst Standard; und was für uns Menschen „recht“ ist, sollte für die Natur wohl „billig“ sein? Betrachten wir den Mulch unter diesem „sportlichen“ Aspekt: So wissen wir, dass er viel mehr als bloßer Unkrautschutz ist. Mulchen schützt den Boden vor Erosion (Wind, Abschwemmung), Austrocknung, regelt den Lufthaushalt und fördert somit die Bodengare. Grundsätzlich ist Mulchen sehr einfach, und es eignen sich sehr viele Materialien dafür. Vom Rasenschnitt über zerkleinerte Gartenabfälle bis hin zu Baumrinden uvm. Im biologischen Gartenbau verwenden wir generell verrottbare Materialen, welche neben den oben angeführten Vorteilen der Bodenfauna und -flora noch zusätzlich als Nahrung dienen. Um Nährstoffverluste auszugleichen empfehle ich vor dem Mulchen, Kompost und Hornspäne auszubringen. Die Menge richtet sich nach dem verwendeten Mulchmaterial: je leichter verrottbar, desto mehr, und umgekehrt. Soll der Mulch den Garten
gleichzeitig dekorieren, ist unsere heimische Lärchenrinde ein heißer Tipp. Die markant
rötliche Lärchenrinde verrottet nämlich viel langsamer als andere Nadelbaumrinden und
durch den geringen Gerbsäureanteil eignet sie sich als Mulch für alle Beete. In diesem
Sinne: Viel Freude beim Mulchen!

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