INTERVIEW mit Peter Schaflechner, Geschäftsführer der ISS Facility Services GmbH in Knittelfeld
„ISS-Hygiene schützt Ihren Betrieb“
extra: Ihr Kompetenzzentrum für Schädlingsbekämpfung ist heute ein wichtiger Partner für Handel, Gewerbe und Industrie. Welche waren die Schritte zu Ihrem Erfolg?
Peter Schaflechner: Wir haben vor zehn Jahren mit der Schädlingsbekämpfung
begonnen. Wir waren damals eine von nur ein paar wenigen solcher Firmen in der Steiermark. Die Gesetze sahen damals vor, dass alle Gemeinden ein Mal im Jahr Maßnahmen zur Rattenbekämpfung treffen müssen. Richtige Auflagen gab es dafür kaum, und so wurden nur vergiftete Haferflocken in den Kellern ausgestreut. Wir sahen das Verbesserungspotenzial, und haben das Gift ordentlich verpackt und beschriftet, um Haustiere und Kinder besser vor Schaden zu schützen. Die Firma ist dadurch schnell gewachsen, und nach drei Jahren hatten wir bereits zehn Mitarbeiter. 2005 haben wir unsere Firma in den dänischen Konzern ISS eingegliedert.
„Wir helfen bei der Einhaltung von Hygiene-Vorschriften“
extra: Heute geschieht die Schädlingsbekämpfung schon weitaus professioneller.
Was hat die Entwicklung so schnell vorangetrieben?
Peter Schaflechner: Durch den Beitritt zur EU wurden die Regeln für die Unternehmen
strenger. Die Gastronomie und der Lebensmittelhandel zum Beispiel müssen genaue Vorschriften beachten, damit die Lebensmittel nicht verseucht werden. Dafür waren
wir von Beginn an der richtige Partner für die Wirtschaft, und wurden so Marktführer in Österreich. Der von mir verantwortete Bereich der Schädlingsbekämpfung macht jetzt einen Umsatz von 3,5 Mio. Euro im Jahr.
extra: Wer sind Ihre wichtigsten Kunden?
Peter Schaflechner: Wir arbeiten eng mit großen Konzernen wie Rewe, Spar, Lidl und auch Magna zusammen. Dabei besetzen wir mehrere Schwerpunkte, wie zum Beispiel den Waschraumservice, die Schädlingsbekämpfung, Reinigung, Hygienetechnik Desinfektion, Rasenmähen oder Erste Hilfe-Maßnahmen. Wir haben durch unser Komplettangebot ein echtes Alleinstellungsmerkmal in Österreich. Das spart den Firmen bares Geld: Dem Magna-Konzern haben wir in diesen Bereichen 10 bis 15 Prozent an Fixkosten eingespart.
„Schweinegrippe kann sehr viel Geld kosten“
extra: Aktuelle Phänomene wie die Schweinegrippe bringen viele Unternehmen unter Zugzwang. Wie geht man am besten mit der Pandemie- Gefahr um?
Peter Schaflechner: Ich rate allen Firmen, vorzusorgen, damit ihre Mitarbeiter nicht krankheitsbedingt ausfallen. Das kann sehr viel Geld kosten und die Produktion in Schwierigkeiten bringen. Was macht ein Betrieb wenn von 30 Mitarbeitern 15 ausfallen? Wir haben uns darauf spezialisiert, solche Problemfälle abzuwehren. Wir liefern Einzelkomponenten, aber auch Komplettsysteme gegen Infektionsgefahren wie die
Schweinegrippe. Wir helfen zum Beispiel mit Waschraumsystemen, Einweghandtuchanlagen und Desinfektoren, die Keime, Viren und Bakterien an ihrer Ausbreitung hindern, auch im privaten Bereich. Wir kümmern uns um alles - die Beratung, die Montage, den Betrieb, Nachlieferungen und den Service.
„Wir werden 2014 doppelt so viele Mitarbeiter haben“
extra: Das alles klingt nach einer sinnvollen und spannenden Aufgabe Gibt es interessante Berufsmöglichkeiten in Ihrer Branche?
Peter Schaflechner: Ja, wir expandieren auch weiter und schaffen in Knittelfeld gerade ein ISS- Ausbildungszentrum für ganz Österreich. Dafür gibt es auch das Berufsbild des Hygienetechnikers. Zusätzlich schulen wir die Mitarbeiter der Lebensmittelbranche und Gastronomie für den richtigen Umgang mit Lebensmitteln und Hygiene. Dazu gehören auch Spezialprogramme für Firmen, wie die Ausarbeitung von Notfallplänen für Worst- Case-Szenarien wie dem Ausbruch einer Epidemie im Betrieb. Wir haben in Knittelfeld zurzeit 200 Beschäftigte - im Jahr 2014 werden wir im Kompetenzzentrum doppelt so viele haben.







